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  Hallo Besucher,

wussten Sie, dass es Scheidungsspielzeug gibt? Und dass Letzteres eigentlich nicht nötig ist, solange wir nur immer schön brav mit unserem Partner die Tagesschau sehen? Tja, die Welt wird immer komplexer! Apropos Welt: wie sieht es denn in Ihrer Welt aus? Schicken Sie uns und allen Singles auf Finde-Liebe doch mal bewegte Bilder aus Ihrem Alltag. Während man(n) das nämlich schon fleißig tut, hält sich frau noch vornehm zurück. Dabei gibt es doch jede Menge guter Gründe für den ersten eigenen Film im Netz ...

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Finde-Liebe-Team

Frauen an die Kameras!

Youtube kennen Sie wahrscheinlich. myVideo auch. Und vielleicht Clipfish oder Sevenload. Klarer Fall: Videos sind in. Mittlerweile werden ganze Werbekampagnen nur für Internet-Videos gestaltet. Aber wussten Sie auch, dass Sie durch ein eigenes Video Ihre Flirtchancen drastisch steigern können? Wenn schon ein Foto Ihre Trefferquote verzehnfachen kann, wie wird dann erst ein Video wirken?

Schließlich bekommen andere Singles durch ein Video einen umfassenderen Eindruck von Ihnen. Es ist halt doch etwas anderes, wenn man jemanden "live" sieht und hört. Sie können diesen Effekt sogar noch unterstreichen, indem Sie etwas Persönliches rüberbringen. Erzählen Sie doch einfach, was Sie vom Online-Dating erwarten. Wen Sie suchen. Wie Sie sind. Wenn Sie ein lustiger Zeitgenosse sind, dann erzählen Sie doch einfach einen Witz! Oder reden Sie über das, was Sie gerne tun.

Bislang wird unsere Möglichkeit, Videos einzustellen, hauptsächlich von Männern genutzt. Beispiele gefällig: Evil-Knivel, airandsytle, ixsus79, dustin82 und givebackwhatyougivetome haben "es" schon getan. Aber wo sind die filmenden Frauen? Natürlich freuen wir uns über Bilder von tollkühnen Männern. Aber ein weiblicher Touch würde dem Video-Angebot bei uns gut tun! Also, liebe Frauen: ran an die (Handy-) Kamera! Was das vermeintlich starke Geschlecht kann, können Sie doch besser!

Stress in der neuen Beziehung? Dann gucken Sie doch mal zusammen Nachrichten!

Nein, damit meinen wir nicht, dass Sie zum drögen Couch-Potato mutieren sollen. Aber die "tagesschau" oder das "heute journal" könnten Sie sich gerade in Zeiten, in denen es in Ihrer Partnerschaft kriselt, gemeinsam mit Ihrer/Ihrem Liebsten ruhig ab und zu antun, haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Die so genannte "Terror Management Theory" belegt nämlich, dass schlechte Nachrichten - Berichte über Flugzeugabstürze, Terroranschläge, Kriegsopfer und dergleichen, eben das ganz normale Nachrichten-des-Tages-Programm - ein unbewusstes Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung in uns wecken. Anders gesagt: wenn auf dem Bildschirm wieder mal verstörende Bilder von brennenden U-Bahn-Höfen, entgleisten Zügen und blutüberströmten Kriegsflüchtlingen an Ihnen vorübergeflackert sind, kuscheln Sie sich mit höherer Wahrscheinlichkeit enger an Ihren Partner und haben ein instinktives Verlangen danach, Ihre Beziehung zu intensivieren, als wenn Sie gerade einen friedlich-fröhlichen Reisebericht über die Galapagos-Riesenschildkröten verfolgt haben.

Die Psychologen erklären das so: Bilder von Tod und Gewalt machen uns Angst; sie erinnern uns an unsere eigene Sterblich- und Verletzlichkeit. Wie wir uns als Baby in Furcht einflößenden Situationen an Mamas Rockzipfel geflüchtet haben, so wenden wir uns in diesen Momenten heute unserem Partner zu - in dem Gefühl, dass eine enge Beziehung zu einem anderen Menschen uns vor dieser Angst schützen kann. Das - wenn auch stellvertretend empfundene - Erleben von Todesangst erhöht unsere Bereitschaft, in eine Partnerschaft zu investieren, macht uns kompromissbereiter zugunsten einer gemeinsamen Zukunft und überdeckt sogar negative Gefühle, die eventuelle kritische Äußerungen unseres Partners in uns geweckt haben. Am stärksten kommt dieser Effekt zum Tragen, wenn beide Partner den gleichen kulturellen Hintergrund mitbringen, also z. B. aus der gleichen ethnischen Gruppe stammen oder der gleichen Religion angehören.

Naja, ganz neu ist die Erkenntnis, dass die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit einen empfänglicher für Liebe und Leidenschaft macht, ja nicht - das Pärchen, das direkt nach dem tränenreichen Besuch einer Beerdigung miteinander im Bett (oder Auto oder Gebüsch) landet, ist mittlerweile geradezu ein Klassiker in Film und Literatur. Wenn Sie sich also den Paartherapeuten bis auf Weiteres erst mal sparen wollen: immer schön Nachrichten gucken! Und wenn's der Partnerschaft nicht hilft, tut's wenigstens was für Ihre politische und weltbürgerliche Bildung im Allgemeinen. Oder wüssten Sie grad aus dem Stand, wie der Präsident von Burkina Faso heißt? Eben.

Und wenn's nicht geklappt hat?

Nun ja, auch Nachrichtengucken kann nicht alle Ehen auf der Welt retten. Manche enden dann halt doch vor dem Scheidungsrichter. Schlimm genug - noch schlimmer, wenn von der Trennung auch noch Kinder betroffen sind. Für die kann das dann zu einem echten Trauma werden. Da können Sie als verantwortungsbewusster Vater oder Mutter jetzt aber vorbeugen! Kaufen Sie doch sicherheitshalber gleich mal das Detacho-Playhouse des Designers Ben Forman: Es besteht aus einem Einfamilienhaus zum späteren Aufteilen, und die Elternspielfigürchen enthalten integrierte Magnete, die sich gegenseitig abstoßen. Forman ist nämlich der Meinung - Zitat - "dass Spielsachen Familienprobleme wie Scheidungen mit beinhalten und dem Kind eine Möglichkeit geben sollten, die neue familiäre Situation zu verarbeiten. Gängige Spielsachen dagegen sind unfähig, sich veränderten familiären Umständen anzupassen."

Je nach Bedarf und Konstellation gibt es eine Menge unterschiedlicher Spielfigürchen, die die einzelnen Protagonisten des Beziehungsdramas darstellen können: Mama-Figuren, die in Freizeit- und Hauskleidung daherkommen ebenso wie solche im Business-Dress, Geschwister und Stiefgeschwister ebenso wie Großeltern und Stief-Großeltern. Sehr umsichtig: es gibt auch gleich ein Extra-Häuschen für den potenziellen neuen Partner eines oder beider Elternteile dazu, das das Kind ins Spiel mit einbeziehen kann. Kann übrigens auch schon vor der Scheidung ganz interessant werden, so ein Playhouse: Wenn Sie Ihr Kind dabei beobachten, wie es vor sich hin spielt und erst mal den Papi (im Business-Dress) in Richtung Büro marschieren lässt und dann anschließend den Nachbarn (im Freizeit-Dress) zur Mami (ebenfalls im Freizeit-Dress) ins Einfamilienhaus schickt, dann ist wahrscheinlich ein intensives Vier-Augen-Gespräch mit Ihrer Gattin angesagt. Und wenn der Papi (im Büro-Dress) mit der nicht näher definierten Blondine (ebenfalls im Büro-Dress) gemeinsam seitlich abgelegt wird, dann stecken Sie vermutlich bald richtig in Schwierigkeiten ...

Falls sich die Sachlage doch wieder entspannen sollte, kann man das geteilte Haus übrigens auch wieder zusammensetzen. Die Elternfigürchen können sich dann auch küssen statt abstoßen! Dazu muss man ihre :-( -Gesichter nur auf :-) drehen, und schon ziehen sich die Magnete, die sich vorher abgestoßen haben, an! Wäre echt toll, wenn es im echten Leben auch so einfach wäre, oder?


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